Blog von Hans-Peter Durst
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Über mich

Hans-Peter Durst

Ausdauersportler mit Handicap 

„Das Leben ist wie ein Fahrrad, man muss in Bewegung bleiben,

                       um die  B A L A N C E  zu halten“          

Dies war mein Ansatz nach dem einschneidenden Ereignis in mein Leben 1994.

 

Ein unverschuldeter Verkehrsunfall beendete zunächst mein bislang beschauliches Leben.

Glücklich verheiratet, 2 gesunde Kinder, als Alleingeschäftsführer einer Brauerei erfolgreich im Beruf, ambitioniert im Hobbysport und gut aufgehoben in einem breiten sozialen Umfeld in Familie, Kirchengemeinde und Freundeskreis.

Nach 23 Monaten in Kliniken mit erfahrenen Ärzten in Kassel, Hannover und Hessisch Oldendorf, einem tollen Team von Therapeuten und Menschen und deren großer Geduld mit mir und Alles umsichtig und fachkundig begleitet von der für mich zuständigen Berufsgenossenschaft BGN (Nahrungsmittel und Gastgewerbe – Bier gilt auch hier und nicht nur in Bayern als flüssiges Brot und daher Nahrungsmittel !!)  begann das Lebensrad sich neu für mich zu drehen.


 

Durch die Weitsicht meines ärztlichen Direktors Dr. Wolfgang Gobiet  in der Neurologischen Klinik Hessisch Oldendorf und meines zuständigen Betreuers der Berufsgenossenschaft in Dortmund erhielt ich zur „familiären Wiedereingliederung“ die Empfehlung für ein Dreirad, um mit den Kindern, der Familie und Freunden gemeinsam Zeit mit Bewegung zu verbringen.


 

Daraus entwickelte sich der Wunsch, wieder mit Sportfreunden gemeinsam an Aktivitäten und Sportveranstaltungen teilnehmen zu können.


 

Die Unfallfolgen wirken sich so aus, dass  mein Gleichgewichtsorgan ( meine Balance ) nicht mehr die Mitte anzeigt und ich somit nicht ohne Hilfsmittel gehen oder laufen kann, das Reaktionsvermögen verlangsamt, die Koordination eingeschränkt und beidäugig das Sehfeld nach links unvollständig ist.                                                                                                         
Dazu bestehen einige Bewegungs-Einschränkungen am rechten Bein nach mehreren Operationen.


 

Viel Geduld und langfristig angelegtes Training begleitet von Ärzten, Physiotherapeuten, Freunden und der Familie brachten mich Tritt für Tritt, Schritt um Schritt in die richtige Richtung.

Alles vorausschauend eingebunden in die fachlich kompetente Begleitung der zuständigen Berufsgenossenschaft in Dortmund und Mannheim.


 

Für mich persönlich war wichtig, die Defizite und Einschränkungen konkret zu erkennen, diese zu akzeptieren und daran zu arbeiten, diese so gut es geht auszugleichen.

 


Darüber ist es besonders wichtig, die vorhandenen Stärken zu erkennen und zu optimieren.

Mit dem Dreirad war ich auf der richtigen Fährte, beim Laufen selbst nahm ich mir zunächst alte Wanderstöcke zur Hilfe und beim Schwimmen entwickelte ich einen etwas eigenwilligen Schwimmstil, der es mir ermöglicht, die Orientierungs- und Gleichgewichtsdefizite zu minimieren.


 

Der 1. August 1999 war in meiner neuen Sportentwicklung ein Meilenstein.

 

 

In 6 Stunden 23 Minuten konnte ich vor Ort in Dortmund die Ardey- Radtouristik (RTF) erfolgreich beenden, für mich ein unglaubliches Erlebnis.

Noch mit Schmerzen am gesamten Körper kam der Wunsch in mir auf –

 

                               „da geht doch noch was, vielleicht auch noch mehr“


 

Vorallem die vielen positiven Gespräche und Reaktionen während und nach der Rundfahrt ermutigten mich, konkreter in Richtung Sport mich zu orientieren.

 

Investitionen in ein leistungsfähigeres Dreirad, in leichte und besser einsetzbare Lauf-Stöcke  und Training nach zielführenden Plänen waren angesagt.


 

Auch dabei begleiteten, begleiten und helfen mir ganz viele nette Menschen.

So der Schwimmtrainer Frank Hermann vom Triathlonverein Westfalia Hombruch, der mit viel Geduld meinen Kraul-Stil verbessern möchte, die tollen LäuferInnen des Kirchenlauftreffs Heliand, die mich ganzjährig und wetterunabhängig einmal in der Woche etwa 11 Kilometer durch Dortmund ziehen und meine „Physio des Vertrauens“ Astrid Kieß bei Orthomed, die mein geschwollenes Knie oder den schmerzenden Rücken mit heilenden Händen und viel Fachwissen immer wunderbar hinbekommt.

Auch ganz viele andere FreundeInnen habe ich in meinen Gedanken und sie fühlen sich sicher angesprochen. 


 

So konnte und kann ich für mich sehr schöne Erfolge erzielen und mich daran auch immer wieder über die unvermeidbaren körperlichen und mentalen Rückschläge retten.

Durch den Unfall sind nicht nur die körperlichen Einschränkungen entstanden, durch das Schädel-Hirn-Trauma sind auch andere Abläufe im Hirn beeinflusst.

So sind das Gedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen betroffen, die es mir noch heute nicht erlauben Auto zu fahren. 

Auch hier kann ich wieder positive Hilfe in Anspruch nehmen. Dank eines Therapeuten in der Neurologischen Klinik Hessisch Oldendorf gibt es Programme, die im PC exakt diese Defizite ansprechen und trainieren. So kann ich täglich zunächst in der Klinik, heute täglich zu Hause auch diese Bereiche trainieren und positiv beeinflussen.


 

Auf diesen Seiten möchte ich alle Menschen, mit und ohne Einschränkungen ermutigen.


 

                                                     „Es geht immer was“

                    

wichtig ist das Defizit zu erkennen, zu akzeptieren und damit positiv umzugehen. Dabei sind die Familie, Freunde, Ärzte, Therapeuten, einfach nette Menschen, ein Verein und  Lebenskümmerer  die wichtigen Bausteine für die Entwicklung des neuen Lebensabschnittes.

Selbst kann man mit Mut für die Zukunft, mit Fleiß im Training und immer mit viel Hoffnung und Zuversicht dazu beitragen.


 

Ein schlauer Spruch darf bei mir nicht fehlen, wer mich kennt, weiß das.

                             

                               „ Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele

                                    und die Seele durch den Körper zu heilen.“


 

Für mich persönlich ist der Sport ein wichtiges Medium geworden, mein Leben nach dem Unfall wieder in den Griff zu bekommen, Selbstbewusstsein aufzubauen und durch die notwendige körperliche Bewegung sogar Schmerzen und Defizite zu verringern.

 

 

 

 



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