Blog von Hans-Peter Durst
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Zurück in Sportmund - nach 2 herrlichen Wochen in bella italia
Ein Saisonstart wie er hätte beinahe nicht besser verlaufen können - ein glücklicher Radsportler berichtet :-)

Aber von Anfang an. Wie ich schon geschildert habe, konnte ich in Verolanuova und Verolaveccia die ersten beiden Rennen siegreich beenden und die ersten wichtigen 15 Nationen Punkte durch den Gesamsieg Europacup Verolanuova einfahren.

Nun galt es für David Wiegmans und mich die Zeit vor Ort effektiv und erfolgsorientiert zu nutzen.
So war unsere Absicht am Ruhetag Montag die Strassenrennstecke im 45 Kilometer entfernten Bovezzo zu besichtigen, es regnete in Strömen.
Aber erst Überraschungen machen eine solche Wettkampfeise zu dem was sie ist :-)

Kurz nach dem Frühstück klopfte es an der Tür und der Veranstalter Matteo Cervati stand da und bat uns, "sofort" mit ins örtliche Gymnasium zu kommen.





















Dort wäre die Aula bereits voll besetzt mit interessierten Schülern samt Lehrkörpern und wir angesagt im Rahmen einer Projektwoche "Sport mit Behinderung", er hatte vergessen uns den Termin zu nennen.

Also hurtig mit ihm ins Auto und wir durften einen sehr gut vorbereiteten und noch viel emotionaleren Vormittag erleben.
Sehr viele Fragen zu unserem Sport Paracycling - sie hatten die beiden Wettbewerbe ja noch aktuell vor Augen - zu unserer "Finanzierung", zu Motivation und Frustbewältigung, zu Zielen uvm.
Grazie mille, wir freuen uns schon auf den Europacup Verolanuova 2016 !!

Danach ging es im Auto nach Bovezzo, wo wir die Innenstadt Strecke 3 mal abfuhren, eine sehr selektive, hügelige Strecke in einem sehr netten Ort nahe des Lago di Garda.

Abends setzten David und ich uns noch auf die Rolle unter der Hotelüberdachung, da der Regen nicht enden wollte.

Am Dienstag strahlender Sonnenschein, wir fuhren unsere G1 Einheit zur Einzelzeitfahrstrecke vom Sonntag um diese intensiv kennen zu lernen, 20 Kilometer Tangnziale kerzengerade aus und später wieder zurück.
Vor Ort in San Zeno trainierten wir mit dem britischen Paracycling Team, ein recht eckiger aber fairer Zeitfahrkurz, da kam Vorfreude auf.
Und abends gemeinsam live das Pokalspiel Bayern München vs BVB Dortmund gucken - das Ergebnis ist ja bekannt :-) .

Für den Mittwoch hatten wir schon eine Einladung zur internationalen Pressekonferenz in Bovezzo, gemeinsam mit einigen Radsportlern vom Heimatverein Avis Pedale Verolese, dem venezuelanischen C2 - Paracycler Victor Hugo Garrido Marquez, David und mir.

Das Organisationsteam um Bürgermeister Antonio Bazzani stellte die Strecken, die Sponsoren und uns Athleten vor, eingeladen waren neben den Medienvertretern auch wieder einige hundert Schüler des Gymnasiums, die im Anschluß Fragen stellen konnten.
Wieder ein Moment im Sportlerleben, der nicht mit viel Geld erkauft werden könnte.

Im Anschluß gingen David, Viktor und ich direkt auf unsere Räder und testeten die schon aus dem Auto heraus bekannte Strecke des Strassenrennens am 3.5..
Ein nicht einfach zu fahrender Innenstadtkurs, bergan-bergab mit vielen Kreisverkehren und engen Kurven, aber richtig "geil" zu fahren.

Auf dem Weg zurück nutzten wir die Gelegenheit lecker italienisch ausserhalb unseres Hotels zu essen - einfach buono.

Der Donnerstag war mit Vorbereitungen am Rad und der Vorbelastung - 90 Minuten auf dem Rad mit 2 mal 5 Minuten intensiven radelns - um am Renntag muskulär gut vorbereitet zu sein.
Wir nutzten die Gelegenheit in das nahe Monticchiari zu fahren um im Velodrom zu testen, ob wir Dreiradfahrer bei der nächsten Bahn-WM auch teilnehmen können :-) .



















Ein Ausflug an den Lago di Garda mit Sirmione schloß sich an, wunderbare Landschaften und Essen molto buono.
























Die Wetterprognose für den 1. Mai war leider nicht so prickelnd - Regenwahrscheinlichkeit 70 % - aber was stört uns die Statistik - wir starteten um 13:30 Uhr, kühl, sehr windig und wolkig - aber eben trocken und so blieb es auch bis zum Schluß für uns :-)



















Ein taktisches Rennen, wie David und ich es uns ausgedacht haben entwickelte sich leider nicht, der Italiener Livio Raggiono war gleich am ersten Anstieg zu stark für David und so war bereits die Lücke da.

Am Ende langte es gut für den Sieg für mich im ersten Teil des 2. Europacups - wunderbares Essen und einem Glas regionalem Bier mit Bürgermeister Antonio und der Veranstaltungsdirektorin Ivonne Valcamonico rundeten den Tag ab - ca. 90 Minuten ausradeln am Hotel in Verolanuva schloß sich an.







Und dort wartete die nächste schöne Überraschung - das Team des Hotels öffnete für uns und den 1. Platz für mich und den 3. Platz für David einen wunderbaren vino rosso - molto delicato.

Der Samstag war wieder ein wunderbarer Sonnentag - für uns Zeit 3 1/2 Stunden locker und flach um Verolanuova und Leno zu radeln, in Gedanken an das morgige Einzelzeitfahren.
Letzte Abstimmungen danach auf dem Zeitfahrer - frei nach Altbundestrainer Adelbert Kromer "wer gut schmiert, der gut fährt !!" - und auch schon packen, sollte es doch der letzte Tag in Verolanuova sein.

Wieder konnten wir im Hotel sowohl den BVB als auch die Bayern live in einem italienischen Sender verfolgen - die Ergebnisse hielten sich in Grenzen :-(

Um 8 Uhr Start in San Zeno - also früh ins Bett.
Vorher noch das Müsli ansetzen und die Rennkleidung präparieren - Startnummer ans den Rennanzug, Helmnummer an den Helm - links - und dann ab zur Ruhe.

Um 5 Uhr klingelte der Wecker, Müsli und einen Exxxpresso und dann mit dem Auto zum Warmfahrplatz - das britische Team wartete schon.




























Nach 45 Minuten warmfahren sollte es direkt losgehen - der Rumäne Theodor eröffnete das Einzelzeitfahren pünktlich um 8 Uhr - ich durfte als aktueller Zeitfahrweltmeister als letzter unserer Klasse T 2 starten - die ersten 2 Kilometer ließen sich gut an, dann leider plötzlich Atemnot - das Belastungsasthma hatte mal wieder zugeschlagen und das Spray nicht am Mann :-(
Aber durch die Erfahrung mit dieser Problematik konnte ich einige Minuten "raus" nehmen und dann semi-maximal weiterkurbeln - am Ende langte es für die 14,6 Kilometer mit 23:45,53 Minuten und einem Schnitt bei dem winckligen Kurs von 36,858 zum Tagessieg und damit auch für den Gesamtsieg beim Europacup Brescia 2015.






















Die Freude war groß, sind doch die ersten Rennen eine Art Standortbestimmung - schöner wäre es sicher gewesen, wenn auch mein Kollege aus England David Stone oder der Kolumbianer Nestor Ayala Ayala am Start gewesen wären, aber ... und die 2. 15-Nationenpunkte auf dem Weg nach Rio 2016 zählen.









Die abschließende Siegerfeier in Brescia brachte noch eine ganz besondere Überraschung für mich - gute Freunde aus Stuttgart, Marianne und Markus samt Tochter Marlena und deren Freund Andreas lachten mich an - eine ganz große Freude für mich, sind sie doch echte Fans des Paracyclings und auch schon live in London 2012 bei den Paralympics vor Ort, vielen herzlichen Dank.







































Ein letzer Dank an die Organisatoren, die sensationellen Motorradbegleiter um Chef Dino und Chefin Antonella und ein ganz besonderer Dank an Matteo Cervati - 2 wunderbare Wettkampfwochen mit soviel schönen Abwechslungen - einfach ein ganz großes Vergelt's Gott - wir kommen wieder - keine Frage.




















Ein ganz besonderer Dank an Ulrike - 1.061 Kilometer in die eine Richtung non Stopp - 1.061 Kilometer in die andere Richtung, mit Stopp in Nottwil.
Dort durfte ich die Weltmeisterstrecke im Juli 2015 intensiv abfahren, kennen lernen und für Trainer Robert die Basis für das gezielte Training mitbringen - dank unseres SRM- Datenerfassungsgerätes :-)

















































Nun gilt es etwas in Sportmund zu regenerieren, die Sportkinder und Sonja Lob warten auf gemeinsame inklusive Stunden und einige schöne Einladungen liegen auch schon vor - danach die Konzentration auf die Deutsche Meisterschaft in Köln am Pfingstwochenende - in NRW - etwas ganz besonderes für uns Sportler eben aus NRW - vielen Dank an Gina Haatz und das Orga-Team der CologneClassics - Vorfreude pur auf Einzelzeitfahren in Bergheim und das Straßenrennen in Köln Longerich.




08.05.2015


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